ZENtrum für Psychosynthese und Meditation
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Anlage zum "ZENtrum Aktuell 3/4 2021

Wer ist das, der fragt: "Wer ist ICH?"
Auf der Suche nach dem Wahren Selbst

Neben der aktuellen Information über das Workshop-Programm ist das Anliegen der Info-Briefe 'ZENtrum aktuell', Autoren und ihre Veröffentlichungen vorzustellen, deren Themen mit dem Geist und den Zielen des ZENtrums wie auch mit denen meines Buches 'Das Leben leben' eng verbunden sind. Im Folgenden empfehle ich eine DVD mit Vorträgen von Eckhart Tolle und Deepak Chopra. Ein begleitendes Buch beinhaltet den Text dieser Vorträge

Eckhart Tolle
steht in einer von Watkins, der ältesten spirituelle Buchhandlung Englands, veröffentlichten Liste der 100 spirituellen einflussreichsten lebenden Persönlichkeiten auf Rang 1. Eines der Kriterien bei der Wahl war, inwieweit diese Person weltweit einen herausragenden spirituellen Beitrag geleistet hat. Sein Buch „Jetzt – Die Kraft der Gegenwart“ wurde in 30 Sprachen übersetzt. Er ist gebürtiger Deutscher und lebt in Vancouver.

Deepak Chropra
steht in dieser Liste auf Rang 5. Er ist ein populärer zeitgenössischer Autor von Büchern über Spiritualität, alternative Medizin und Ayurveda. Er wurde geboren in Indien und lebt seit langem in Kalifornien. Auch seine Bücher erreichen weltweit Millionen Auflagen und wurden in mehr als zwei Dutzend Sprachen übersetzt.

Einleitung

Mir scheint, dass in der Geschichte der Menschheit noch nie so viele Menschen sich dieser Frage gestellt haben, wer sie in ihrer Essenz, in ihrer wahren Natur, sind. Oft ist diese Frage verbunden mit einem spirituellen Erwachen, das nicht selten als Folge einer persönlichen Krise sich einstellt. Zahlreiche spirituelle Lehrer versuchen, auf diese Frage eine Antwort zu geben. Eckhart Tolle ist aus dieser Vielzahl einer der wohl herausragendsten spirituellen Lehrer. Nicht nur durch sein Buch, das ihn bekannt machte, sondern u.a. auch durch zahlreiche Vorträge auf einem eigenen Video-Programm Eckhart Tolle Now sowie mit Vorträgen auf Youtube begleitet er viele Menschen auf ihrem Weg zu ihre wahren Natur. Er beeindruckt nicht nur durch die Klarheit seiner Sprache sondern auch durch seine Menschlichkeit und seinen Humor. Um dies erfahren zu können, muss man ihn selbst erleben. Die empfohlene DVD macht es möglich, sowohl Eckhart Tolle als auch Deepak Chopra live zu erleben. Im Folgenden Auszüge aus dem Begleitbuch mit dem Inhalt des Videos.

Zitate aus den Vorträgen

1.Kapitel

Eckart Tolle - Die Präsenz einladen

„Es ist gut, genau in diesem Moment hier zu sein. Wenn Sie noch nicht völlig hier angekommen sind, lade ich Sie ein, mit ihrer Aufmerksamkeit in den gegenwärtigen Augenblick einzutreten, statt sich von Ihrem Denken absorbieren zu lassen. Diese einfache Sache stellt einen Wandel in ihrem Bewusstsein dar.“

„Alles, was in ihrer Umgebung geschieht, tangiert ihre Aufmerksamkeit nur am Rande, und ein riesiger Anteil dieser Aufmerksamkeit wird ständig von Ihrem Denken beansprucht. Vieles davon ist nicht wirklich relevant, tut aber so, als ob es enorm wichtig ist. Jeder Gedanke besitzt diesen verführerischen Anspruch. Er möchte ihre ganze Aufmerksamkeit erhalten. Es ist wie bei einem Magneten. Und wenn Sie diesen Gedanken folgen, sind Sie allem ausgeliefert, was gerade in Ihrem Bewusstsein auftaucht, und dem entsprechend leben Sie. Was für eine schreckliche Existenz? Sie laufen durchs Leben, als ob Sie hierhin und dorthin getrieben werden.“

„Was für ein Selbstgefühl haben Sie, wenn Sie sich völlig mit jedem Gedanken identifizieren, der Ihnen in den Kopf kommt? – Wobei ja viele davon negativer Natur sind, weil negative Gedanken verführerischer als positive Gedanken sind.“

„All die Dinge, die das Leben lebenswert machen, erfordern weniger Nachdenken, bringen aber Freude in Ihr Leben, Momente der Freude. In diesem Moment ist es Ihnen vielleicht nicht klar, dass sich in Ihnen ein Raum öffnet, wenn Sie nicht denken, aber auch nicht einschlafen. Es ist einfach ein Raum der Achtsamkeit. Sie erhaschen einen Blick in das, was im Zen ‚Satory‘ genannt wird, einen Blitz der Erleuchtung, einen Moment der Erkenntnis.“

„Es gibt in Ihnen eine Dimension, ohne die Sie nicht wirklich lebendig sind oder, wie Konfuzius sagen würde, nicht wirklich Mensch sind. Wenn diese Dimension bei Ihnen noch nicht in Erscheinung getreten ist, sich Ihnen noch nicht offenbart hat, dann sind Sie noch nicht wirklich Sie selbst. Gedanken können sich verhalten wie Viren. Wenn Sie nicht achtgeben, kann eine Gruppe von Gedanken völlig die Kontrolle übernehmen. Sie sehen dann nur noch alles durch die Brille ihrer Virusinfektion, um diese Analogie zu verwenden.“

„Also heißt, sich selbst zu erkennen, für die meisten Menschen, sich mit bestimmten Bildern in ihrem Bewusstsein zu identifizieren. Zuerst ist dieses Bild: Ich bin dieser physische Körper. Und woraus beziehen die Menschen ihr Identifikationsgefühl, ihr Gefühl, wer sie sind? Für gewöhnlich aus ihrem körperlichen Aussehen und dann aus der inneren Welt ihrer Gedanken, die von Emotionen begleitet werden, wobei viele sehr starke Emotionen durch dysfunktionales Denken ausgelöst werden.“

„Spirituelle Menschen haben die Vorstellung, es gäbe so etwas wie einen Zustand von Erleuchtung, den man zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht. Er wird also zu einer Idee im Kopf gemacht, die man erreichen muss, statt zu erkennen, dass diese Dimension, die wir spirituelle Dimension nennen können, die transzendente Dimension, oder das, was Sie in Wirklichkeit sind und was immer da ist, dass also diese Dimension hier und jetzt bereits gegenwärtig ist. Und warum wissen das so viele Menschen nicht? Weil sie es ständig völlig übersehen, weil die Bewegung der Gedanken plus die damit einher gehenden Emotionen eine große verführerischen Anziehungskraft besitzen, die uns hypnotisiert, sodass wir uns ständig mit den physischen Formen und Gedankenformen identifizieren.“

„Diese Dinge beanspruchen also ständig Ihre Aufmerksamkeit, und dabei übersehen Sie etwas sehr Entscheidendes, etwas Tieferes, ohne dass Sie gar nicht denken könnten, ohne das es kein Denken und Sinneswahrnehmung gibt. Das, was Sie übersehen, ist die Präsenz, die formlose Präsenz des Bewusstseins selbst, das immer vorhanden ist. Sobald Sie für drei Sekunden mit dem Denken aufhören, ist es da.“

„Lassen wir uns zu dem kommen, was jetzt im Augenblick wichtig ist. Können Sie spüren, unabhängig von allen Gedanken, die Ihnen durch den Kopf gehen, dass es in Ihnen auch diese einfache Form von Präsenz gibt? Um dorthin zu gelangen, könnte ich Sie fragen, wie es sich für Sie wirklich anfühlt, jetzt in diesem Moment da zu sein? Wie fühlt es sich an, was ist es für eine Erfahrung, Sie zu sein?... Fühlen Sie, dass da etwas Tieferes ist, das Sie nie verlassen hat, das immer da war und immer da sein wird? Können Sie diese Präsenz spüren, die Sie sind und die nichts mit ihrer persönlichen Geschichte zu tun hat? Es gibt da einfach das Licht der Präsenz.“

„Wenn Sie sich selbst als Bewusstsein erfahren können, als Präsenz, dann erkennen Sie die verborgene Dimension des Lebens oder die transzendente Dimension.“

2.Kapitel

Deepak Chopra - Reisen ohne Entfernung

„Lenken Sie in diesem Moment, während Sie mir zuhören, Ihre Aufmerksamkeit darauf, wer zuhört. Lenken Sie, während Sie mich ansehen, Ihre Aufmerksamkeit darauf, wer mich ansieht. Es sind Sie, okay? Dieses „Sie“ hat immer existiert. Es war da, als Sie ein kleines Kind waren. , Es war da, ein anderer Körper, ein anderes Bewusstsein, als Sie ein Teenager waren. Ein anderer Körper, ein anderes Bewusstsein ist jetzt da. Und wenn Sie diesen Focus beibehalten, werden Sie erkennen, ohne dass es Ihnen jemand erklären muss, dass es sich um dieses zeitlose Sein handelt, in dem die Zeit geboren wird.“

„Zeit ist einfach eine Bewegung des Denkens, die eine Spaltung zwischen Subjekt und Objekt erzeugt. Ich, Deepak, Eckhart, Sie alle, das ist ein Gedanke und die Bewegung des Denkens, die Zeit erzeugt. Aber was Sie wirklich sind, ist der zeitlose Beobachter inmitten der zeitgebundenen Beobachtung. Transzendenz bedeutet, dass Sie die künstliche Trennung von Subjekt und Objekt überwinden. Sie ist nicht real. Natur und Universum ist ein einziger Prozess. Deshalb ist die Subjekt-Objekt Trennung eine künstliche Trennung. Ich komme aus der Vedanta Tradition…Und in der Vedanta gibt es die sogenannten fünf Kleshas. Klesh ist ein Sanskrit Wort und bedeutet die Ursachen des Leidens. Die fünf Kleshas sind:

  1. nicht wissen wer man ist.
  2. die Sucht und das Streben nach Beständigkeit in einer Welt, die ihrem Wesen nach unbeständig ist.
  3. die Angst vor der Unbeständigkeit.
  4. sich mit seinem Selbstbild zu identifizieren statt mit sich selbst. All die Benennungen, Definitionen, Einschätzungen, Urteile, Ideen und Vorstellungen, die Ihnen als Konditionierungen von Eltern, Geschwistern, den ökonomischen Verhältnissen aufgeprägt werden, all diese Dinge, die Sie von außen aufnehmen, mit denen Sie sich identifizieren und die dann das Selbstbild werden, das konditionierte Bewusstsein.
  5. die Angst vor dem Tod, die Angst vor dem Unbekannten... Die institutionalisierten Religionen machen sich diese Angst vor dem Tod zunutze. Und in gewisser Weise verbirgt sich hinter jeder Angst die Angst vor dem Tod. Es ist die Angst vor dem Unbekannten, aber auch die Angst, die daraus entsteht, dass ich an etwas festzuhalten versuche, was im nächsten Augenblick nicht mehr da sein wird. Denn in der realen Welt gibt es keine Objekte. Sie existieren in Wirklichkeit nicht. Sie sind Wahrnehmungseffekte.

Das sind also die fünf Kleshas – nicht wissen, wer sie wirklich sind, vergeblich versuchen, das Fließen aufzuhalten, das sich aber nicht aufhalten lässt, sich mit Ideen zu identifizieren und den Tod zu fürchten.

Der Schlüssel ist also die Frage: Wer bin ich? - Sri Ramana Maharshi schwieg zwanzig Jahre lang. Und wenn die Menschen ihm eine Frage stellten, erwiderte er, egal wie die Frage lautete:‘Wer stellt diese Frage?‘ Und manchmal sagte er nicht nur, wer stellt die Frage sondern ‚Wer ist das, der die Frage stellt?‘ Und wenn Sie fragen ‚Wer bin ich?‘, können Sie sich auch fragen,‘ Wer ist eigentlich dieser Wer, der das fragt?‘

„Das wahre Sein ist weder Subjekt noch Objekt. Es ist das, aus dem Subjekt und Objekt aufsteigen und wieder verschwinden, wie Wellen im Meer. Bevor die Welle aufsteigt, ist da Wasser. Als Welle ist es ebenfalls Wasser, und wenn die Welle verschwindet, haben wir immer noch Wasser. Die wässrige Natur bleibt immer bestehen. Und das ist das SEIN, das Sie sind. Und in diesem SEIN steigen Gedanken auf und verschwinden wieder wie Wellen.

Das gesamte Universum ist nichts anderes als Bewusstsein, das sich selbst als das Subjekt und Objekt erlebt, doch beide, Subjekt, individuelles Subjekt und individuelles Objekt, sind nichts anderes als Bewegungen des Bewusstseins innerhalb des Bewusstseins. Deshalb sagen die Rishis: Ich bin nicht in der Welt, die Welt ist in mir.

„Inmitten von zeitgebundenen Aktivitäten können Sie ein zeitloses Wesen sein. Sie können das Zentrum sein, um das herum das ganze Universum kreist und die Phänomene auftauchen und wieder vergehen, weil das ganze Universum nichts anderes ist als Sinneseindrücke, Bilder, Gefühle und Gedanken innerhalb des Bewusstseins.“

“Es gibt im Universum keine Grenzen. Grenzen sind gedankliche Konstrukte. Wie erschaffen sie so wie wir aus praktischen Gründen Längengrade und Breitengrade erschaffen.“ „Die wichtigste Zeit in Ihrem Leben ist jetzt. Der wichtigste Mensch in Ihrem Leben ist der Mensch, mit dem Sie genau jetzt zusammen sind. Die wichtigste Aktivität in Ihrem Leben ist das, was Sie im Moment tun.“

„Nur im gegenwärtigen Augenblick können wir das Unbekannte verstehen. Und das führt in letzter Konsequenz dazu, dass wir den Tod meistern, denn der Tod geschieht in der Zeit. Nur das, was geboren wurde, stirbt. Doch das, was nie geboren wurde, kann nicht sterben.“

3. Kapitel

Eckhart Tolle beantwortet Fragen

Kannst du deine tägliche spirituelle Praxis beschreiben? Haben sich deine Übungspraktiken im Laufe der Jahre verändert?

„Nein, ich habe keine festen Übungen, keine spirituellen Praktiken, die ich als von meinem täglichen Leben getrennte Aktivitäten betreibe. Was sich jedoch bei mir sehr oft auf natürliche Weise einstellt, ist der innere Raum von Bewusstheit. Und damit gehe ich durchaus humorvoll um. Ich sage gerne, meine größte Errungenschaft besteht darin, nicht mehr ständig denken zu müssen. Und das macht das Leben zu einer sehr viel angenehmeren Erfahrung, wenn man einfach als Präsenz da ist. Die Intensität, mit der ich das erleben, variiert… Es ist nicht einfach zu erklären, aber ich bin sicher, Sie alle haben diese innere Präsenz schon erlebt. Was meine eigene spirituelle Praxis angeht, könnte man also sagen, dass es die Einstimmung auf den gegenwärtigen Augenblick ist, aber dies ist mir inzwischen zur zweiten Natur geworden, dass man sie eigentlich nicht mehr als Übung bezeichnen kann.“

Wie definierst du Glück? Ist es ein realistisches Ziel, glücklich sein zu wollen?

„Ich verwende diesen Begriff nur selten, weil für die meisten Menschen Glück ein Stimmungshoch ist, was nur vorübergehender Natur ist. Man fühlt sich toll, aber das lässt sich nicht aufrechterhalten. Ich spreche lieber von innerem Raum und vielleicht von Freude. Es ist das, was den Buddha lächeln lässt. Sehen Sie sich die guten Statuen des Buddha an. Bei guten Statuen umspielt ein Hauch von Lächeln seine Lippen… Der Buddha zeigt dieses Lächeln, weil er alles, was er erlebt, vor dem Hintergrund der Leere erlebt, und ein anderes Wort für Leere ist Raum, und ein anderes Wort für Raum ist Stille. Das ist immer die Stille und wenn wir Worte gebrauchen, erzeugen wir Dualität. Aber der Buddha ist Stille.“

Worin besteht die höchste Form von Erfüllung, die wir im Leben anstreben können?

„Streben - nun, das Einzige und Beste, was sich wirklich zu realisieren und zu entdecken lohnt, ist Transzendenz. Dann sind Sie nicht länger gefangen in diesem engen, personalisierten, sich mit Formen und Gedanken identifizierendes Selbstgefühl. Und wenn Sie glauben, nichts als das zu haben, die Person, dann ist das Leben eine sehr frustrierende Erfahrung. Das meinte der Buddha, wenn er den Begriff Leiden benutzte und sagte, dass Ihnen Leiden begegnen würde, was immer Sie tun und wo immer Sie hingehen. Aber er wies auch den Weg hinaus, hin zu der Möglichkeit, Ihre formlose wahre Natur zu erkennen. Und dieser Weg beginnt mit dem Raum zwischen zwei Gedanken. Er beginnt, wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit völlig auf diesen Moment richten und sich dabei nicht nur Ihrer Sinneseindrücke bewusst werden, sondern auch, und das klingt ein wenig seltsam, sich Ihrer Bewusstheit bewusst werden… Dann entsteht ein Raum der Bewusstheit, die das Leben lebenswert macht. Das ist etwas sehr Grundlegendes, denn hier unterliegen viele Menschen einem Irrtum. Sie glauben, die Welt hätte irgendwie die Fähigkeit, ihnen Erfüllung zu schenken, wenn sie nur die Dinge in einer Weise organisieren und ordnen, dass alles sich schön zusammenfügt. Wenn Sie einmal sich selbst als Bewusstheit kennengelernt haben, was eine wahre Freude ist, erzeugt das eine Befriedigung, denn Sie erwarten nun nicht mehr, dass Situationen, Zustände oder Menschen Sie glücklich machen sollten. Und das Paradoxe daran ist: Wenn Sie nicht mehr erwarten, dass Umstände oder Menschen Sie glücklich machen müssen, werden Sie ziemlich zufrieden sein.“

Fazit

Ich möchte das Fazit auf die Beantwortung von Eckhart Tolle zu dieser letzten Frage beziehen: Kann man nach etwas streben, das unserem Leben höchste Erfüllung gibt? Seine Antwort: „das Einzige und Beste, was sich wirklich zu realisieren und zu entdecken lohnt, ist Transzendenz.“ Er erklärt, dass die Erfahrung von Bewusstheit zu dieser Transzendenz und zu einer wahren Freude führt. Der Weg dorthin, so erklärt er, beginnt mit der Wahrnehmung des Raumes zwischen zwei Gedanken.

Das bedeutet, Augenblicke reinen Gewahrseins zu erfahren, bei dem es keine Gedanken gibt und in denen man mit nichts identifiziert ist. Damit beantwortet Tolle auch die Frage nach seiner spirituellen Praxis: die Einstimmung auf den gegenwärtigen Augenblick, was zu seiner zweiten Natur geworden sei. Er beschreibt damit, wie bereits zuvor, was wir in unserer wahren Natur sind: Reines Bewusstsein, definiert auch als Raum und Stille. Er erklärt das Lächeln des Buddhas als Ausdruck der in dieser Bewusstheit von Leere gemachten Freude, die keinen Grund hat, und die das Leben lebenswert macht. Sich bewusst zu sein, dass wir diese Freude ohne jede Erwartung von Umständen und Personen in der äußeren Welt erfahren können, macht uns frei, unabhängig und zufrieden. Transzendenz als Weg dorthin bedeutet im Kern, sich von seinen Identifikationen von Körper und dem Bild, was man meint zu sein, zu befreien und sich als reines „(Bewusst-) Sein wahrzunehmen.

Quelle der Zitate:

Deepak Chopra & Eckhart Tolle - Wer ist ICH?
DVD und Begleitbuch mit dem Text der Vorträge


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