ZENtrum für Psychosynthese und Meditation
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Psychosynthese und Zen- Meditation *

Aus der Bezeichnung "ZENtrum fuer Psychosynthese und Meditation" ist unschwer die Verbindung von Psychosynthese mit Meditation, im besonderen mit der Zen-Meditation zu erkennen. Die Praxis von Zen-Meditation hat mich dazugeführt, mich mit der transpersonale Psychologie zu beschäftigen, was mich schließlich dann zur Psychosynthese führte.

Was verbindet Psychosynthese und Zen-Meditation?

Die Psychosynthese unterscheidet zwischen einem "Personalen Selbst" und einem "Transpersonalen Selbst". "Personales Selbst" oder auch "Ich" wird als ein Zentrum des Gewahrseins und des Willens definiert. In diesem Zentrum ist reine Wahrnehmung möglich, ohne Interpretation, ohne Vergleichen, ohne Bewertung etc. In diesem Zustand bin ich Beobachter dessen, was sowohl in der äußeren Welt aber auch in der inneren Welt vorgeht. Es ist der Zustand von völliger Achtsamkeit, die sich ausschließlich auf das bezieht, was im Hier und Jetzt geschieht. Wenn man diesen Zustand verlässt, geht man ins Denken, das Zeit, also Vergangenheit und Zukunft, einbezieht.

In diesem Zentrum von Gewahrsein zu sein, sich von der Persönlichkeit und ihren Teilen zu disidentifizieren ist ebenso schwierig, wie sich bei der Zen-Meditation vom diesen permanenenten Gedankenfluss zu lösen. Gerade deswegen ist Zazen, wie die Meditation auch im Zen genannt wird, eine gute Übung, wertungsfrei und distanziert von der Persönlichkeit, die man hat und nicht ist, beobachten zu lernen.

Im diesem Personalen Selbst ist neben der reinen Wahrnehmung auch der Wille angesiedelt. Hier kann entschieden werden. Das bedeutet, nicht mit aus vom Unbewussten gesteuerten Verhaltensweisen zu reagieren, sondern ganz bewusst innezuhalten und dann bewusst zu entscheiden, bewusst zu handeln. Das ist sehr schwer, weil das einfache Reagieren aus einer Teilpersönlichkeit heraus, wesentlich einfacher ist. Hier läuft das automatisch ab. Üben von Achtsamkeit für den Alltag bedeutet also dann auch hier, mehr bewusst agieren zu können als auf die Reize und Einflüsse von außen zu reagieren.

Beobachter und Zeuge

In Beziehung zum Personalen Selbst führt die Meditation zu einem aktiven Beobachter, der auf diese Weise seine Persönlichkeit mit ihren Teilen immer besser kennen lernt und sich dadurch auch von anerzogenen Verhaltensmustern befreien kann.

Durch die regelmäßige Praxis von Zen-Meditation dringt man allmählich immer tiefer in den Kern des Seins ein und erfährt wirkliche Stille in sich. Dies ist verbunden mit einem Überschreiten des Ich's und einem Eindringen in den transpersonalen Bewusstseinsraum. In diesem Zustand wird aus dem Beobachter etwas, was man "stiller Zeuge" nennen kann. Es ist die Erfahrung von etwas, was über die personale Ebene hinausgeht, und daher auch transpersonale Erfahrung genannt wird. Fast alle Menschen haben solche transpersonale Erfahrung im Leben gemacht. Es können Erlebnisse in der Natur sein, die tiefe Begegnung mit einem Menschen, oder andere außergewöhnliche Momente von Glück, die mit der Erfahrung von Einssein und Verbundenheit, Zeitlosigkeit und Freiheit verbunden sind. Dies ist vergleichbar mit den transpersonalen Erfahrungen, die bei der Zen-Meditation gemacht werden können. Diese Stille in der Meditatition zu kultivieren, sie möglich zu machen, ist daher ein wesentliches Ziel dieses Zentrums. Sie ist die Voraussetzung für alle Übungen de Psychosynthese, die zum Ziel haben, mit diesem transpersonalen Bewusstsein, in der Psychosynthese auch " Überbewusstes" genannt, in Kontakt zu kommen. Es ist der Bereich der Intuition und Inspiration. Hier ist unsere innere Weisheit, unsere innere Stimme angesiedelt.

Sei noch ergänzt, dass die Vipassana Meditation die gleichen Ziele wie die Zen-Meditation hat und daher auch ebenfalls empfehlenswert ist.


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Wer das Modell der Psychosynthese noch nicht kennt, d.h. auch noch nichts darüber gelesen hat, mag einige Begriffe hier nicht verstehen. In diesem Fall ist zu empfehlen,zunächst den ausführlichen Artikel über Psychosynthese zu lesen

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